Inhalte auf dieser Seite
Spanisch lernen in Neuss & Düsseldorf
Wie fängt man am besten an Spanisch zu lernen?
Spanisch hat eine relativ hohe Einstiegshürde: Man muss recht viel von der Grammatik beherrschen, um ein Small Talk führen zu können und dann sind da noch die Vokabeln, die einen Hauch Exotik besitzen. Doch nicht verzagen. Es braucht, ganz anders als im Englischen, verhältnismäßig lange, bis man ein einfaches Gespräch führen kann.
Lasst euch allerdings nicht davon entmutigen. Es kann sogar sinnvoll sein einen Kurs „Spanisch für Anfänger“ zu buchen, um mit gutem Material anfangen zu können, die Sprache strukturiert zu lernen.
Als Tipp für die Struktur, wie ihr Spanisch am besten beginnt. Erstellt für jede Zeit, die ihr lernt, eine Konjugationstabelle. Wie wisst ihr nun, welche Verben man in diese Tabellen aufnehmen sollte? Alle Verben haben im Spanischen entweder die Endung -ar, -er oder -ir. Jedes Verb kann man einer der drei Endungen zuordnen. Da reicht für das Erlernen des Schemas eins aus, das stellvertretend für alle anderen steht.
Die unregelmäßigen Verben solltet ihr in separaten Konjugationstabellen schreiben, da sie zwar ebenfalls eine der oben genannten Endungen haben, sich dennoch der Verbstamm verändern kann und das Verb nichts mit dem Infinitivverb gemein hat (Beispiel: ir – voy, vas,va,vamos, vais, van).
Habt ihr die Tabellen vorbereitet, könnt ihr sie leicht jeden Tag wiederholen und neue Verben einmal durchkonjugieren, um ein Gefühl für das Beugen zu bekommen.
Schreibt euch auch einfache Sätze auf, die sich auf ein Thema beziehen und wiederholt anfangs die Satzstruktur. Als Beispiel: Ich kaufe Bananen ein, Du kaufst Äpfel ein, Er kauft Wasser ein, Sie kauft Rotwein ein etc. Wiederholung hilft euch, Wörter leichter einem Thema zuzuordnen und dadurch auch leichter zu merken.
Wie schwierig ist Spanisch?
Jede Sprache hat ihre Eigenheiten, die sie mal schwieriger, mal leichter erscheinen lässt. Englisch ist zum Beispiel eine relative einfache Sprache, da sie, im direkten Vergleich zu Deutsch, eine rudimentäre Grammatik besitzt. Ich persönlich kenne nur noch eine grammatikalisch simplere Sprache: Chinesisch. Sie hat noch nicht einmal Zeitbeugungen, sondern lediglich Signalworte für die Vergangenheit und Zukunft.
Englisch hat keine Konjugation in Personen (außer bei „to be“ sowie das legendäre „He, She, It – das „s“ muss mit), kennt keine Deklination. Ihr müsst lediglich die Vergangenheitszeiten lernen und voilá – schon habt ihr einen großen Batzen gelernt.
Spanisch hingegen verlangt von euch anfangs recht viel ab. Ich habe anfangs tatsächlich Konjugationstabellen erstellt, um alle Zeiten lernen zu können. Für jede Abweichung der Regel habe ich ein Verb als Beispiel genommen und schriftlich konjugiert. Im Präsens waren das alleine schon sieben bis acht Seiten Konjugationstabellen. Dazu kommt noch die Exotik der Wörter, an die sich ein jeder erst einmal gewöhnen muss, um überhaupt die Muttersprachler irgendwie verstehen zu können, wenn sie wie ein Maschinengewehr anfangen zu sprechen.
Kurzum: Spanisch hat eine hohe Einstiegshürde und strapaziert eure Geduld. Doch seid ihr erst über den ersten Hügel hinweg, vereinfacht sich diese Sprache sichtlich. Das liegt zum einen daran, dass man viele Zeiten von anderen einfach ableiten kann und daran, dass sich die Sätze auch, vergleichbar wie im Englischen, einfach aufbauen. Manchmal bildet sogar ein einziges Wort einen kompletten Satz: „Ich gehe aus.“ ist im Spanischen „Salgo.“
Mein Tipp an alle Einsteiger in diese schöne Sprache: Nicht verzagen, mit Geduld lernen. Das Lerntempo zieht automatisch an.
Kann man in drei Monaten Spanisch lernen?
Wenn ihr keine Inselbegabung habt, dann ist das eher unwahrscheinlich. Natürlich kann man mit viel Fleiß innerhalb von drei Monaten alles Theoretische lernen. Das will ich nicht abstreiten. Was man jedoch in drei Monaten dabei nicht oder nur sehr schwer lernen kann, ist es einen Dialog zu führen.
Dafür fehlt uns das Gefühl für die Wörter sowie für die Sätze. Ganz zu schweigen, dass Spanier manchmal so schnell sprechen, dass sich ein Satz wie ein einziges Wort anhört. Ich habe auch schon so häufig von Schülern mitbekommen, dass sie zwar einen Satz rational richtig aufgebaut, ihn gesagt haben und ihn direkt danach mit einem „Nein, das war falsch!“ kommentierten. Das beweist dann immer wieder, dass wir die Sprache intuitiv noch nicht gelernt haben, also immer noch gedanklich übersetzen anstatt zu sprechen, ihnen noch der emotionale Zugang zu der Sprache fehlt.
Ein kleines Beispiel? „Ich bin 26 Jahre alt.“ ist, wortwörtlich aus dem Spanischen übersetzt „Ich habe 26 Jahre.“ Das klingt im Deutschen nicht nach einem Alter, sondern wie viel man noch im Gefängnis absitzen muss…
Erst wenn wir aufhören eine Sprache im Gedanken zu übersetzen, dann haben wir auch emotional einen Zugang dazu und ermöglicht es uns, all das, was wir gelernt haben, im Gespräch ohne Verzögerung und mit einem guten Gefühl anzuwenden.