Themenreihe: Der etwas andere Ansatz zu lernen
Weniger ist mehr
Was ist beim Lernen wichtiger? So viele Stunden wie möglich zu büffeln oder die gegebene Zeit effektiv wie effizient zu nutzen? Ich hatte persönlich im Studium immer das Gefühl, dass, je mehr Stunden ich ins Lernen investierte desto besser wird auch automatisch das Resultat.
Ich kann persönlich dazu sagen, dass es bei mir nicht gestimmt hat. Nun bin ich allerdings auch ein eher langsamer aber steter Lerner. Mein Kopf macht ab einem gewissen Punkt einfach dicht, da passt dann nichts mehr hinein, da kann ich noch so viel lesen oder lernen, es ist vergeben Liebesmüh. Schönstes Beispiel: Spanisch, genau genommen, spanische Vokabeln. Versucht sie mal am Anfang so mir nichts, dir nichts zu behalten.
Als ich hingegen tagelang ein Thema langsam aber stetig gelernt habe, blieb das meiste wesentlich besser hängen und es haben sich Zusammenhänge bei mir gebildet, auf die ich heute noch zurückgreifen kann. Leider braucht das jedoch mehr Zeit, frei nach dem Motto: „Gut Ding‘ will Weile haben.“ oder „Weniger ist mehr.“
Ich bin davon überzeugt, dass Qualität seine Zeit benötigt. Das gilt auch für den Spracherwerb. An einem einzigen Tag die deutsche Grammatik zu erlernen… viel Spaß! Am Ende des Tages wird nicht viel hängen bleiben. Gönnt man sich andererseits die Zeit und lernt pro Tag maximal einen Aspekt der Grammatik, dann verfestigt sich auch effektiv mehr und man muss weniger wiederholen, was effizienteres Zeitmanagement nach sich zieht. Wie das Sprichwort schon sagt: „Eile mit Weile.“
Wie ergeht es euch beim Lernen? Könnt ihr meine Einschätzung teilen oder habt ihr komplett andere Erfahrungen sammeln können? Schreibt mir einfach euer Feedback, ich bin sehr gespannt darauf.